Der Verein trauert um Rolf Bergmann

von Willi Hetze

Mit großer Betroffenheit gibt der Dresdner Literaturner e.V. bekannt, dass der Schriftsteller Rolf Bergmann am 1. Mai 2015 nach langer Krankheit im Kreise seiner Angehörigen verstarb.

Unser tiefempfundenes Beileid sprechen wir seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten aus und nehmen in Trauer Anteil an ihrem Verlust. Rolf Bergmann war Gründungsmitglied des Dresdner Literaturner e.V. und betreute nicht nur viele Vereinsmitglieder als scharfsinniger Lektor und Mentor, sondern bleibt auch als guter Freund in unser aller Erinnerung. Für die gemeinsame Zeit mit ihm sind wir sehr dankbar.

Rolf Bergmann wurde 1942 in Dresden geboren. Über seine Jugendzeit schrieb er den autobiografischen Roman „Damals im Roten Kakadu“, in dem er auch vom Entschluss zur Flucht nach Westdeutschland berichtet. Kurz vor dem Bau der Mauer hatte Bergmann selbst eine S-Bahnfahrkarte nach Westberlin gelöst. Während seiner „westlichen Wanderschaft“, wie er sein Leben u.a. in München, Frankfurt und Mannheim nannte, war er in der Touristikbranche tätig, fuhr Taxi, arbeitete als Kritiker und Lektor und schrieb u.a. „Cuba libre in Benidorm“ (1977), „Vier-Zwo-Zwo – Ein Taxi-Roman“ (2003) und begann den Roman „Der Mann, der aus den Quadraten fiel“, der 2009 erschien.

„Man bleibt ein Leben lang Dresdner, wenn man da geboren ist“, war Rolf Bergmann überzeugt und so kehrte er 2006 in seine Geburtsstadt zurück. 2014 erschien hier sein Kriminalroman „Das mallorquinische Wagenrad“ beim Dresdner Editia-Verlag. Auch viele seiner Schreibschüler, die er als Studienleiter einer Fernakademie betreute, traf er in Dresden und schloss sich den Dresdner Literaturnern an … „es gibt kein anderes Ziel, das mich lockt“, schrieb er. „Hier will ich bleiben.“

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