Susanne Steinbrecher im Literarischen Salon in der VHS Dresden

von Verein

Am Montag, den 5.2.2024, stellte sich Susanne Steinbrecher im Literarischen Salon in der VHS Dresden mit zwei Geschichten aus ihrer Anthologie „Fluchtpunkte und andere Erzählungen“ einem kritischen Dresdner Lesepublikum vor.

Aber sowohl ihre Geschichten als auch ihr Vortrag haben den Zuhörern schon bald ein Lächeln entlockt und wohl auch manchen von ihnen in eine frühere Zeit zurück entführt.

Das galt für die  „Untreu“(e) Hannah, die sich selbst Ansichtskarten von einem erfundenen Liebhaber schreibt, nur um ihrem Mann Siegfried endlich wieder einmal eine emotionale Reaktion zu entlocken, ihn endlich einmal wieder zum Reden zu bringen. Als auch für den einsamen Herrn Mulansky aus der titelgebenden Erzählung, der jeden Tag in die alte Schule geht, in der er vor Jahren mit seiner Patenklasse ein Wandbild gemalt hat, und sei es auch nur, um in dem alten Gebäude die Toilette aufzusuchen und den Drohungen des Hausmeisters zu widerstehen. Denn wer das kann, der kann letztendlich auch alleine Dampfer fahren, selbst wenn er sich mit den Ticketautomaten nicht so gut auskennt.

Zwischen den beiden Geschichten blieb ein bisschen Zeit zum Erzählen und zum Gedanken ziehen lassen. Und für Susanne gab es auch eine Einladung vom Leiter des Literarischen Salons,  Herrn Rainer Kalinowski, für eine weitere Lesung im Herbst. Wo sie hoffentlich mit weiteren Erzählungen überrascht, die ein bisschen böse sind, aber trotzdem eine Hoffnung in sich tragen, die man immer noch gut heraushören kann.

Im Bild sieht man Susanne Steinbrecher und unser Vereinsmitglied Torsten Himstedt während der spannenden Diskussion.


Autorin Susanne Steinbrecher