Der Film: „Nebenan“ – Eine Empfehlung

von Friedelbert Heidrich

Lesedauer: 1 min

Ein Film mit Daniel Brühl als Hauptdarsteller und Regisseur

Drehbuch von Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Erde“)

Der Film beginnt in einer Berliner Luxusdach-Loft-Wohnung und endet auch dort. In der Zwischenzeit spielt die Haupthandlung in einer Berliner Eckkneipe.

Für den hoch verdienenden Schauspieler, der jeden Kontakt zur Vielfältigkeit der Zeitläufte und dem allgemeinen Alltagsleben verloren hat endet  der Tag auf dem Boden der nackten Tatsachen seines Lebens.

Bevor er ins Ausland zu einem Casting fliegen will, entschließt er sich auf ein Bier in einer seiner Wohnung naheliegenden Kneipe.

Dort begegnet er einem vermeintlich Allwissenden. Ein harmlos beginnendes Gespräch entwickelt sich zu einem Spinnenfaden, der den Schauspieler gnadenlos umwickelt.

Gesponnen werden die Fäden durch glänzende Dialoge, in denen sich die Handschrift von Kehlmann offenbart.

Wahrhaftigkeit, Wahrheit und ungeschminktes Wissen treiben den Inhalt und seine Folgen. Ein außergewöhnlicher Film, der durch die Qualität der Dialoge und die Reduzierung auf nur wenige Personen (2 Hauptdarsteller und fünf jeweils nur kurz Auftretende) und die Örtlichkeit die Dramatik hervorragend herausputzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.